Stuttgart Daimler-Benz
Verwaltungsgebäude der Daimler-Benz AG
Stuttgart-Möhringen 1981 / 82
Wettbewerb 1. Stufe - ein Preis
Wettbewerbsverlauf
1.Stufe – eine Preisgruppe
1983
2.Stufe – 3.Preis - Weiterbeauftragung zur Überarbeitung
Nicht Einzelbauwerke hervorzubringen ist Ziel des Entwurfes, sondern eine durchgrünte ‘Architekturlandschaft’ zu verwirklichen.
Ausgangssituation
Die Daimler-Benz AG mit Sitz in Stuttgart beabsichtigte für den Bereich 'Vertrieb' die Planung eines neuen Verwaltungszentrums, inklusive Museum, Neuwagenausstellung und dem möglichen Sitz des Vorstandes.
Das Grundstück, in landschaftlich reizvoller Umgebung und eingerahmt von Waldkulisse und Obstbaumlandschaft, befindet sich an der Nahtstelle zwischen Naherholungsgebieten, gewachsenen Dorfstrukturen, neuen Wohnsiedlungen und beziehungslosen Solitärbauten.
Darüber hinaus existieren die notwendigen Verkehrsanbindungen an Autobahn, Flughafen und öffentlichen Nahverkehr.
Entwurfsgedanke / Gebäudestruktur
Der Entwurf entwickelt sich aus dem Gedanken, einen Ort mit verbesserten städtebaulichen Inhalten zu schaffen, gleichzeitig auch eine hohe Funktionalität zu gewährleisten.
Ziel ist es eine eigenständige Gebäudestruktur, eine 'Architekturlandschaft' zu entwickeln, die sich in die Umgebung einfügt aber auch die unterschiedlichen Funktionen sichtbar und macht.
Der Gebäudekomplex verfolgt einfache, klare Ordnungsprinzipien und ein hohes Maß an Flexibilität , um eine optimale persönliche Entfaltung und Identität am Arbeitsplatz gewährleisten zu können.
Die Anordnung der Funktionsbereiche orientiert sich entsprechend ihrer Eigengesetzmäßigkeiten und dem Bezug zur Landschaft. Büro- und Aufenthaltszonen wenden sich dem ruhigen Grün zu, das Museum in Verbindung mit der Neuwagenausstellung bezieht sich als Sonderform auf den öffentlichen Straßenraum und symbolisiert den Bezug zur Öffentlichkeit.
Die Eingangshalle fungiert als räumlich verbindendes Element im Schnittpunkt aller Funktionen.
Die zukünftige Plieninger Allee mit langen Baumreihen bildet die Haupterschließung zwischen Waldgrenze und Möhringen, dient als ordnendes raumbildendes Element, als Rückgrat zwischen den unterschiedlichen Bereichen und der repräsentativen Vorzone.
3- bis 6-geschossige terrassierte Baukörper bestimmen mit unterschiedlich gestalteten, zum Landschaftsraum orientierten Grün- bzw. Innenhöfen das äußere Erscheinungsbild.
Erschließung / Nutzungsverteilung
Der Hauptzugang für Besucher erfolgt über die Plieninger Allee. Hier befinden sich weitere interne Zugänge zu Museum, Neuwagenausstellung, VIP- und Schulungsbereichen.
Die Mitarbeiter erreichen das Gebäude von den westlichen Parkdecks aus über eine Passarelle, an der alle vertikalen Verbindungselemente angeschlossen sind. Im Bereich der passagenartig gestalteten Eingangszone sind betriebsinterne Einrichtungen wie Bibliothek, Cafeteria, Konferenzbereiche, ärztliche Versorgung etc. untergebracht.
Das innere Erscheinungsbild wird im Wesentlichen von der offenen, verbindenden Eingangshalle, den begrünten Galerien, den klar gegliederten, horizontal und vertikal verknüpften Funktionen markiert.
Fassade / Materialien
Die Materialität unterstützt in Verbindung mit den begrünten Dachterrassen und den berankten Fassaden die zurückhaltende Einfügung des Gebäude-Ensembles in die Umgebung. Dunkelrotes Sichtmauerwerk ergänzt sich mit farblich abgestimmten Elementen für Fassaden und Sonnenschutz zu einem zurückhaltenden Gesamteindruck und setzt sich harmonisch in die landschaftlich geprägte Stadtrandsituation.





